Archiv für die Kategorie „Software“
Nuance übernimmt Macspeech
Am 16. Februar verkündete Nuance, der führende Hersteller an Spracherkennungssoftware für Windows-Systeme, die Übernahme der Firma Macspeech (einziger Spracherkennungssoftwarehersteller für Macs). Nuance erweitert damit die Dragon NaturallySpeaking Software Familie auf Macintosh. In der Presseaussendung verspricht die Firma keine Änderungen in näherer Zukunft und weiterhin regelmäßige Updates.
Macspeech Dictate arbeitet ohnehin schon mit der Dragon-Engine, nun wird die Software gänzlich zu einem NaturallySpeaking-Produkt. Darf man sich hier gute Entwicklungen erwarten? Kommt schon bald eine Maussteuerung für Dictate?
Wir sind gespannt. Die neue Website: www.nuance.com/macspeech
MacSpeech veröffentlicht MacSpeech Scribe
Am 11. Februar 2010 veröffentlichte MacSpeech (Hersteller der marktführenden Spracherkennungssoftware MacSpeech Dictate für Macintosh) das Programm Macspeech Scribe, mit dem sich aufgenommene Diktate im Nachhinein in Text umwandeln lassen. Die Erweiterung ist derzeit nur auf Englisch verfügbar, für registrierte Macspeech-Kunden um 99 $ zu haben. Das Programm akzeptiert dazu die Formate .wav, .aif, .aiff, .m4v, mp4, und .m4a.
Remote Buddy: Die universelle Fernbedienungssoftware für den Mac
Wer mehr aus seiner Apple Remote Fernbedienung machen will, dem könnte die äußerst nützliche Software Remote Buddy von der deutschen Firma IOSPIRIT gefallen. Sie verwandelt jegliche Apple Remote Fernbedienung, sowie auch das iPhone, den iPod Touch, die Wii Remote von Nintendo, und etliche andere Standard-Fernbedienungen in eine universelle Mac-Fernbedienung.
Die Software ist sehr konfigurierbar, jegliche Taste der entsprechenden Fernbedienung lässt sich mit Funktionen belegen, über das iPhone werden Tastatureingaben auf den Computer übertragen und mit der Wii Remote lässt sich der Mauszeiger bequem aus der Ferne steuern.
Die knapp 20 € teure Software kitzelt so ziemlich alles aus einer Fernbedienung, was möglich ist.
Remote Buddy unterstützt nicht wenige Fernbedienungen (die genaue Hardwareunterstützung kann auf der Website nachgelesen werden), sogar ein Mobiltelefon von Sony Ericsson findet sich auf der Liste der unterstützten Geräte. Um das zu ermöglichen arbeitet die Software mit praktisch allen Funktechnologien (Infrarot, Bluetooth, WLAN) zusammen. Die Zahl der unterstützten Macintosh-Programme ist auch nicht gerade klein. Für viele Programme werden vordefinierte Befehle mitgeliefert, diese können jedoch (für jedes Programm extra) abgeändert werden. Sollte ein Programm dennoch nicht dabei sein, können universelle Tastaturbelegungen weiterhelfen. Weiters kann mit der Software eine virtuelle Tastatur erzeugt werden, um beispielsweise mittels der Apple Remote Fernbedienung Tastatureingaben tätigen zu können (!).
Wer ein iPhone oder einen iPod Touch besitzt, der kann mit diesem seinen Mac auch mit Gesten steuern (siehe Video unten).
Mehr Videos gibt es auf der Herstellerwebsite, außerdem kann dort eine 30-Tage-Testversion heruntergeladen werden.
Eine äußerst nützliche Software, und bei Besitz mehrerer unterstützter Fernbedienung, den Preis absolut Wert.
Maussteuerung mit dem Kopf
Wer hätte das gedacht, die Maus mit seinen eigenen Kopfbewegungen zu steuern? Klingt wie Zukunftsmusik – ist es aber nicht. Die kleine Firma Eyetwig, spezialisiert auf Bild- und Videoanalyse, veröffentlichte bereits vor einem halben Jahr das Programm EyeTwig Tracker (beziehungsweise iTracker für Macintosh), das die Kopfsteuerung ermöglicht. Die Software nützt die Webcam, um mittels Gesichtserkennung die Kopfbewegungen in Mausbewegungen umzuwandeln. Voraussetzung ist also lediglich eine Webcam; mit der iSight-Kamera meines MacBooks hat die Maussteuerung hervorragend funktioniert: wirklich sehr faszinierend, iSight als Mausersatz!
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iTracker kostet circa 30 US-Dollar, eine voll funktionstüchtige Demoversion gibt es allerdings auf der Website zum Download (einzige Einschränkung: nach 10 min ist ein Programmneustart notwendig). Die Software erledigt auch den automatischen Mausklick und unterstützt in der Pro-Variante sogar Sprachbefehle.
Als ernsthafte Alternative zur Maus kann die Software von EyeTwig allerdings nicht herangezogen werden. Dafür ist die Steuerung zu unpräzise und die Auflösung der feinen Kopfbewegungen zu schwach (wohl auch Webcam-bedingt). Mit professionellen Systemen wie die Kopfsteuerung SmartNav von NaturalPoint kann die Firma natürlich nicht mithalten, dennoch funktioniert die Software für dieses Preissegment relativ gut und ist auf jeden Fall wert ausprobiert zu werden, zumal ja eine kostenlose Demoversion zur Verfügung steht!
Anmerkung: Bei meinem 64-Bit Windows 7 ließ sich das Programm installieren, aber nicht starten. Ob es an 64-Bit liegt oder an Windows 7 ist mir unbekannt.
Nachlese: EyeTwig-Blog
Dragon NaturallySpeaking: Unterschied zwischen Preferred und Standard
Die Unterschiede zwischen den einzelnen Versionen von Dragon NaturallySpeaking sind oft nicht ganz klar, wesentliche Preisunterschiede gibt es ja.
Für den Privatanwender gibt es im Grunde die Auswahl zwischen den Versionen Preferred und Standard. Die Versionen Legal und Medical sind spezielle Versionen für die Berufsgruppen Juristen und Mediziner und zeichnet sich hauptsächlich durch spezielles Fachvokabular und Unterstützung fachspezifische Anwendungen aus. Genauso auch wie die Professional-Variante kosten diese Versionen aber über 1000 €.
Die Professional-Version unterstützt Tastenkombinationen, Erstellung von Makros (auch VisualBasic-Scripting), die Verwendung von Microsoft Outlook und Lotus, und spezielle Verwaltungsfunktionen über das Netzwerk. Durch den hohen Preis kommen diese Versionen für den Privatanwender meist aber nicht infrage.
Für die Versionen Preferred und Professional gibt es zusätzlich Mobile-Versionen, die für mobile Spracherkennung ein digitales Diktiergerät mitliefern, welches sich automatisch synchronisieren lässt. Bei der Wireless-Version ist ein Bluetooth-Headset der Firma Plantronics enthalten.
Vergleich von Preferred und Standard
Vier wesentliche Funktionen die Dragon NaturallySpeaking Standard im Vergleich zu Preferred nicht unterstützt:
- Import/Export von Benutzerdaten (Sprachprofilen): Wenn der Computer neu aufgesetzt oder die Software auf einem Zweitrechner installiert werden soll, muss das komplette Training nochmals durchgeführt werden.
- Unterstützung von Bluetooth-Mikrofonen
- Transkirption von Diktat-Aufnahmen
- Diktatwiedergabe: Vorlesefunktion zur Korrektur
Den genauen Versionsvergleich gibt es auf der Nuance-Website, auch als PDF.
Dragon NaturallySpeaking kostet in der Standard-Version circa 50 €, Preferred gibt es für circa 145 €.
Deutsches MacSpeech Dictate Handbuch
Wie ich in dem Newsletter von Application Systems Heidelberg (Softwareentwickler der deutschen Version von MacSpeech Dictate) eben erfahren habe, wurde soeben das deutsche Handbuch für das Spracherkennungsprogramm MacSpeech Dictate veröffentlicht.
Hier der Link: MacSpeech Dictate-Handbuch
Seit Mitte September 2009 gibt es die Spracherkennungssoftware für den Mac auch in deutscher, französischer und italienischer Sprache. Ausführliche Testberichte zu dem einzigen Spracherkennungsprodukt für Macintosh findest du hier.
Makros für die Windows 7 Spracherkennung
Microsoft stellt ein ganz wesentliches Tool zur Erweiterung der Windows Spracherkennung zur Verfügung. Die so genannten “Windows Speech Recognition Macros” erweitern die Spracherkennung in sowohl Windows Vista als auch Windows 7. Das Tool – kurz: WSR Macros – macht es möglich, benutzerdefinierte Sprachbefehle hinzuzufügen.
Befehle können einerseits für bestimmte Textphrasen (beispielsweise die eigene E-Mail-Adresse, Postanschrift oder etwa häufig verwendete komplizierte Passwörter…), für Tastenkombinationen, zum Starten von Programmen (oder auch Kommandozeilen-Befehlen), oder – sofern man sich auskennt – mit XML erstellt werden.
Weiters kann man auch schon existierende Befehle um benutzerdefinierte Sprachkommandos erweitern.

Windows Spracherkennung-Erweiterung: WSR Macros
Die Erweiterung gibt es auf der Microsoft-Website zum Download. Als Systemanforderung gibt Microsoft das Betriebssystem Windows Vista an (sowohl 32 als auch 64 Bit), bei meinem Windows 7 lief die Erweiterung aber tadellos. Die Benutzeroberfläche des Tools ist in englischer Sprache, funktioniert aber genauso gut für die deutsche Spracherkennung (habe ich selbst ausprobiert).
Hilfe zur Einrichtung, Befehlsbeispiele und weitere Informationen finden sich auf code.msdn.microsoft.com/wsrmacros.
Handschrifterkennung: Inklet macht Trackpad des Mac zum Tablet
Vor kurzem stellte die Firma Ten One Design für den Mac ein Programm vor, welches das Trackpad zum Tablet umfunktioniert. Das Trackpad kann dann also zum Zeichnen als auch zur Handschrifterkennung genutzt werden. Dazu wird der Bereich des Trackpads eins zu eins auf dem Bildschirm abgebildet, um eine unverzerrte Zeichnung/Handschrift zu ermöglichen. Die Handschrifterkennung ist im Betriebssystem Macintosh integriert und kann unter den “Systemeinstellungen” aktiviert werden. Das Programm funktioniert allerdings nur auf den neuesten MacBooks mit Multitouch und dem aktuellen Betriebssystem Snow Leopard.
Gemeinsam mit dem Programm Inklet kann der schon länger erhältliche Stift Pogo Sketch (siehe Abbildung) erworben werden. Die Software kostet 25 US-Dollar, kann aber auch als Demo-Version heruntergeladen werden. Im Bündel-Angebot kosten Stift und Software für alle Nicht-Amerikaner (inklusive Versandkosten) um die 60 $ – also circa 42 €.
Als Besitzer eines Pogo Sketch kann ich allerdings sagen, dass dieser äußerst unzureichend funktioniert, und nur nach festem Druck von Trackpads beziehungsweise dem iPhone/iPod Touch erkannt wird – zu den Tablets vom Wacom sind da natürlich Welten Unterschied.
Weitere Informationen, die Downloadmöglichkeit und außerdem Test-Videos finden sich auf der Herstellerwebsite.

