Archiv für die Kategorie „Tastaturersatz“

Dragon NaturallySpeaking 11: Erster Eindruck

Am 2. September erreichte mich die neue Version von Dragon NaturallySpeaking.

Dragon 11 solle einige Verbesserungen bringen, unter anderem auch geschwinder und genauer sein. Was einem als erstes auffällt ist eine mitgelieferte Kurzübersicht, in der auch die allerwichtigsten Befehle abgedruckt sind. Sehr nützlich. Das Programm hat eine neue Randleiste, in der alle momentan wichtigen Befehle (für das jeweilige Programm) gelistet sind. Das Hilfe-Menü hilft einem wie jeher bei fast allen Angelegenheiten weiter.

Als erster Gesamteindruck kann ich sagen, dass das Programm geschwinder arbeitet, vor allem auch bei der Einrichtung neuer Benutzerkonten schneller erkennt und „out of the box“ schneller startklar ist (auch die Meinung im Forum).

Für Benutzer von Dragon NaturallySpeaking 9 oder 10 gibt es eine Aktualisierungsassistenten, der das alte Profil für Dragon 11 aktualisiert.

Für alle anderen Veränderungen, die sich erst im Laufe meiner Verwendung bemerkbar machen, folgen weitere Aktualisierungen (da die Erkennungsgenauigkeit von Dragon NaturallySpeaking 10 schon so gut war, stelle ich momentan einen großen Unterschied zu Version 11 nicht fest).

Bei Amazon gibt es jedenfalls die alte Version zum Schrottpreis von knapp 30 Euro.

Dragon Dictate für iPhone/iPad nun auch auf Deutsch – kostenlos

Nuance, Hersteller der Spracherkennungssoftware Dragon NaturallySpeaking, hatt nun auch eine deutsche Version seiner Dragon-Spracherkennungs-Software mit einer App auf das iPhone/iPod touch, und das iPad gebracht. Die App steht ab sofort kostenlos im Apple App Store zum Download bereit, und wandelt direkt vom iPhone (etc.) Sprache in Text um.

„Mit Dragon Dictation diktieren Sie Ihrem Apple-Gadget Ihre SMS, Mails, Twitter-Feeds oder Facebook-Updates. Sogar Satzzeichen erkennt die App problemlos. Kommt die Software einmal nicht mit einzelnen Wörtern klar, können Sie dem Programm manuell auf die Sprünge helfen. Dragon Dictation ist laut Hersteller Nunace nur für eine begrenzte Zeit kostenlos erhältlich.“

*Auszug aus dem Newsletter von Application Systems Heidelberg, 4. August 2010

 

Version 11 von Dragon NaturallySpeaking angekündigt

Nuance veröffentlicht in Kürze Dragon NaturallySpeaking 11, die nächste Version der Spracherkennungssoftware Dragon NaturallySpeaking für Windows.

Die völlig neu bearbeitete Software soll mit signifikant kürzerer Reaktionszeit aufwarten, um 15 % weniger Fehler als die Vorgängerversion 10 machen, und eine Vielzahl an Hardware (darunter auch Netbooks) unterstützen.
Die Benutzeroberfläche wurde komplett überarbeitet und eine Vielzahl an Sprachbefehlen, die Maus und Tastatur mehr denn je ersetzen sollen, ergänzt 😉

Dragon NaturallySpeaking 11 ist laut Nuance ab dem 13. August 2010 für 99 € erhältlich. Die Versionen Professional und Legal kommen am 6. September auf den Markt.

Deutsche Google-Spracherkennung für Mobiltelefone

Google hat seit kurzem für Mobiltelefone ihre eigene Spracherkennung auch für Deutsch herausgegeben. Allerdings nur für Deutschland.
Um mit Google zu suchen kann man nun auf Android-, Blackberry- und iPhone-Geräten Suchbegriffe hineinsprechen.

Näheres dazu: http://futurezone.orf.at/stories/1650298/

Peregrine Glove – noch nicht ausgereift

Seit einiger Zeit besitze ich den Handschuh von Peregrine nun schon, kann ihn aber nur sehr bedingt benutzen. Nachdem für die Konfigurationssoftware für Windows 7 (64 Bit) ein Patch herausgegeben wurde, läuft nun die Software – mein Handschuh wird aber dennoch vom System nicht erkannt. Mit meinem Windows-Rechner kann ich dieses futuristische Eingabegerät also (noch) nicht verwenden, obwohl als Systemanforderung Microsofts neuestes Betriebssystem laut Angaben (natürlich) ausreichend ist. Mein Mail an den Support ist seit einem Monat noch immer nicht beantwortet, auch andere Nutzer berichten von langen Wartezeiten und beispielsweise auch dem Fehlen von Support-Foren auf der Website.
Auf Apples Betriebssystem Mac OS X wird der Handschuh als Tastatur erkannt und kann so verwendet werden. Eine Konfigurationssoftware für Macintosh ist in Arbeit, die vordefinierte Tastenbelegung (und auch andere Einstellungen wie beispielsweise die Größe der Berührungflächen) kann also nicht geändert werden. Die anfänglichen Schwierigkeiten sind anscheinend Zeichen des noch nicht ganz ausgereiften Prototyps einer kleinen kanadischen Firma.

Laut Benutzerberichten läuft die Hardware unter Windows XP viel eher problemlos, mein Windows XP-Mode unter Windows 7 hilft bei mir allerdings wenig weiter, der Handschuh wird vom System nicht registriert.

Hier sind drei Testberichte (allesamt in Englisch) von Nutzern, bei denen der Handschuh funktionierte:
Für die Bedienung mit dem Peregrine Glove braucht man anscheinend eine längere Übungsphase, nach der das Computerspielen dann aber schneller und genauer funktionieren sollen. Xersues hat einige Spiele getestet und keinerlei Probleme gehabt. Der Blogger Malgayne meint auch, dass die Benutzung sehr entlastend für Spieler mit Handgelenksproblemen wie RSI sei.

Allgemeine Informationen zum Handschuh auf meiner Website sind hier.

Google TV selbst gemacht: Maussteuerung mit dem iPhone

Einerseits kündigt Google das neue Produkt Google TV an, auf der anderen Seite ist diese Art von Mediengenuss (vor allem für Mac-Nutzer) schon längst möglich: mit dem iPhone! Um bequem von der Couch seine Videos genießen zu können, gibt es für das iPhone bzw. den iPod Touch einige Anwendungen, die das Telefon/den MP3-Player in eine Maus und auch Tastatur verwandeln. Die meisten Programme unterstützen sowohl Windows als auch Macintosh und wandeln die berührungsempfindliche Oberfläche in ein Touchpad um. AirMouse nutzt sogar den Bewegungssensor um Mausbewegungen zu erzeugen. Daneben kann man mit diesen Fernsteuerungsprogrammen manchmal auch sämtliche Tastatureingaben tätigen und Programme steuern, vor allem für das Genießen von (beispielsweise) Youtube-Videos ist eine solche iPhone-Tastatur ausreichend. Das iPhone wird dann also zu einer sehr universellen, nützlichen Fernbedienung. Eine komfortable Möglichkeit der Fernbedienung für den ganzen Mac (teilweise auch PC), der, angeschlossen an die Stereoanlage, hiermit zum Media Center wird – Google TV hin oder her.

Die Programme funktionieren grundsätzlich über die WiFi-Verbindung, der Computer muss also WLAN-tauglich sein, was bei Laptops heute de facto Standard ist.

Hier eine kleine Zusammenstellung an iPhone Apps, die das iPhone in eine Maus/Tastatur verwandeln:

AirMouse-Demonstration:

http://dragon-spracherkennung.forumprofi.de/forum8-grundlagen.html

Dragon NaturallySpeaking Tutorial

Rüdiger Wilke schreibt in seinem Spracherkennungsforum (vorwiegend für Dragon NaturallySpeaking) ein lesenswertes, 10-teiliges Tutorial. Die letzten zwei Kapitel sind zwar noch ausständig, Kapitel 1-8 liefern aber bereits wertvolle Hinweise zur Benutzung der Spracherkennungssoftware Dragon NaturallySpeaking.

Nicht nur für Neueinsteiger bietet dieses Tutorial zahlreiche Tipps/Tricks und Hinweise – viel Spaß beim Lesen!

Eine echt ergonomische Tastatur: YogiType

Vor kurzem hat die niederländische Firma Yogitype eine ergonomische Tastatur vorgestellt. Diesmal keineswegs nur ein bisschen in Richtung Ergonomie, sondern wirklich ergonomisch. Wie im Bild zu sehen, ist die Tastatur nicht waagrecht sondern senkrecht beziehungsweise leicht schräg, und für jede Hand extra. Daran erkennt man auch, dass „normale“ Tastaturen absolut unnatürliche Handhaltungen erfordern.

Die Tastatur Yogitype will gegen RSI und andere Belastungsprobleme vorsorgen. Mit der Tastatur mitgeliefert werden auch zwei justierbare Handgelenksauflagen, außerdem ist am Eck der Tastatur ein Joystick für die Mausbedienung integriert. Die Zweiteilung der Tastatur erfordert das Zehnfingersystem, auf die Tasten kann man beim Tippen nicht schauen, dafür leuchtet im Inneren der Tastatur die entsprechende Tasten auf.

Durch diese besondere Form soll wie bei allen anderen ergonomischen Tastaturen die Belastungen minimiert und ein schmerzfreies Schreiben viel länger ermöglicht werden. Einen Preis verrät die Herstellerwebsite nicht, auf einer englischen Website findet man allerdings einen Preis von 595 UK£, also circa 650 € – nicht gerade wenig.

Herstellerwebsite: yogitype.com
Preis: nicht angegeben
Weitere Informationen: computer-fuer-behinderte.de

 

Testvideo zu MacSpeech Dictate Deutsch

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Zur Demonstration der deutschen Variante von MacSpeech Dictate International habe ich ein kleines Testvideo hochgeladen. Kommentare bitte posten!

Hier der Testbericht – nach zwei Monaten Verwendung:

 

Texterkennung

Die Spracherkennungssoftware habe ich nun seit circa zwei Monaten in Verwendung, besitze also ein trainiertes Profil. Die Texterkennung funktioniert demnach sehr gut, genauso gut wie bei Dragon NaturallySpeaking. Alle Wörter des Macspeech-Wortschatzes werden eigentlich problemlos erkannt (wie im Video zu sehen), ausbessern ist beispielsweise nur bei Fremdwörtern nötig. Im Diktatfenster von Macspeech und in Textedit läuft das Diktieren und auch Ausbessern weit besser als beispielsweise in Pages oder Texteingabefeldern auf Webseiten. Das Ausbessern mit dem Texterkennungsfenster ist ein wenig happig, meist muss die ganze Phrase editiert werden. Allerdings lernt die Software ohne Ausbessern nicht dazu. Setzt man hierfür die Tastatur ein, muss man aufpassen. Wenn Tastatur und Spracherkennung gleichzeitig verwendet werden, bricht man nach dem Macspeech-Handbuch die „goldene Regel„. Das Programm ist dann meistens wirklich verwirrt und weiß nicht mehr wo hinten und vorne ist. Dazu hat Macspeech jedoch einen eigenen Befehl eingebaut: Dokument zwischenspeichern. Dieser Befehl liest den gesamten Text nochmals ein, danach kennt sich die Spracherkennungssoftware wieder vorzüglich aus 😉

 

Befehle

Die Macspeech-Dictate Befehle sind wahrhaftig schwer zu erlernen. Für jedes Programm gibt es quasi einen eigenen Befehlssatz, obwohl man beispielsweise für einen Befehl wie CMD-N (neues Dokument, Datei, …) – und viele andere systemweite Tastenkombinationen – universelle Sprachbefehle verwenden könnte. Ein leersehr anschauliches Beispiel für die Befehle ausschneiden, kopieren und einfügen sei hier noch erwähnt: Dragon NaturallySpeaking verwendet hierfür „schneide das aus“, „kopier das“ und „füge das ein“. Ich würde sagen: einfach und intuitiv.
Bei Macspeech Dictate hingegen lauten diese „Auswahl ausschneiden“, „Auswahl kopieren“ und „Zwischenablage einsetzen“. Völlig verwirrend ist das dann, wenn Macspeech für den Befehl „Lösche Passage“ kein Infinitiv mehr verwendet.
Man kann nur hoffen, dass sich hier durch die Übernahme von Nuance einiges tun wird.

 

Fazit

Im Großen und Ganzen ist das Programm brauchbar, die Texterkennung sehr schnell und gut. Wenn man kleine Erkennungsfehler mit Tastatur ausbessert, ist man sicherlich schneller als beim Tippen. Die Steuerung und das „Handling“ lässt allerdings noch zu wünschen übrig, hier ist viel Verbesserungpotenzial vorhanden – eine Maussteuerung ist aber beispielsweise inoffiziell schon angekündigt.
Preislich ist Macspeech Dictate mit knapp 230 € für die deutsche Variante noch weitaus teurer als Dragon NaturallySpeaking. Ob sich das  „auszahlt“ sich jeder selbst überlegen.

 

Nuance übernimmt Macspeech

Am 16. Februar verkündete Nuance, der führende Hersteller an Spracherkennungssoftware für Windows-Systeme, die Übernahme der Firma Macspeech (einziger Spracherkennungssoftwarehersteller für Macs). Nuance erweitert damit die Dragon NaturallySpeaking Software Familie auf Macintosh. In der Presseaussendung verspricht die Firma keine Änderungen in näherer Zukunft und weiterhin regelmäßige Updates.

Macspeech Dictate arbeitet ohnehin schon mit der Dragon-Engine, nun wird die Software gänzlich zu einem NaturallySpeaking-Produkt. Darf man sich hier gute Entwicklungen erwarten? Kommt schon bald eine Maussteuerung für Dictate?

Wir sind gespannt. Die neue Website: www.nuance.com/macspeech