Archiv für die Kategorie „Macintosh“
Remote Buddy: Die universelle Fernbedienungssoftware für den Mac
Wer mehr aus seiner Apple Remote Fernbedienung machen will, dem könnte die äußerst nützliche Software Remote Buddy von der deutschen Firma IOSPIRIT gefallen. Sie verwandelt jegliche Apple Remote Fernbedienung, sowie auch das iPhone, den iPod Touch, die Wii Remote von Nintendo, und etliche andere Standard-Fernbedienungen in eine universelle Mac-Fernbedienung.
Die Software ist sehr konfigurierbar, jegliche Taste der entsprechenden Fernbedienung lässt sich mit Funktionen belegen, über das iPhone werden Tastatureingaben auf den Computer übertragen und mit der Wii Remote lässt sich der Mauszeiger bequem aus der Ferne steuern.
Die knapp 20 € teure Software kitzelt so ziemlich alles aus einer Fernbedienung, was möglich ist.
Remote Buddy unterstützt nicht wenige Fernbedienungen (die genaue Hardwareunterstützung kann auf der Website nachgelesen werden), sogar ein Mobiltelefon von Sony Ericsson findet sich auf der Liste der unterstützten Geräte. Um das zu ermöglichen arbeitet die Software mit praktisch allen Funktechnologien (Infrarot, Bluetooth, WLAN) zusammen. Die Zahl der unterstützten Macintosh-Programme ist auch nicht gerade klein. Für viele Programme werden vordefinierte Befehle mitgeliefert, diese können jedoch (für jedes Programm extra) abgeändert werden. Sollte ein Programm dennoch nicht dabei sein, können universelle Tastaturbelegungen weiterhelfen. Weiters kann mit der Software eine virtuelle Tastatur erzeugt werden, um beispielsweise mittels der Apple Remote Fernbedienung Tastatureingaben tätigen zu können (!).
Wer ein iPhone oder einen iPod Touch besitzt, der kann mit diesem seinen Mac auch mit Gesten steuern (siehe Video unten).
Mehr Videos gibt es auf der Herstellerwebsite, außerdem kann dort eine 30-Tage-Testversion heruntergeladen werden.
Eine äußerst nützliche Software, und bei Besitz mehrerer unterstützter Fernbedienung, den Preis absolut Wert.
Maussteuerung mit dem Kopf
Wer hätte das gedacht, die Maus mit seinen eigenen Kopfbewegungen zu steuern? Klingt wie Zukunftsmusik – ist es aber nicht. Die kleine Firma Eyetwig, spezialisiert auf Bild- und Videoanalyse, veröffentlichte bereits vor einem halben Jahr das Programm EyeTwig Tracker (beziehungsweise iTracker für Macintosh), das die Kopfsteuerung ermöglicht. Die Software nützt die Webcam, um mittels Gesichtserkennung die Kopfbewegungen in Mausbewegungen umzuwandeln. Voraussetzung ist also lediglich eine Webcam; mit der iSight-Kamera meines MacBooks hat die Maussteuerung hervorragend funktioniert: wirklich sehr faszinierend, iSight als Mausersatz!
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iTracker kostet circa 30 US-Dollar, eine voll funktionstüchtige Demoversion gibt es allerdings auf der Website zum Download (einzige Einschränkung: nach 10 min ist ein Programmneustart notwendig). Die Software erledigt auch den automatischen Mausklick und unterstützt in der Pro-Variante sogar Sprachbefehle.
Als ernsthafte Alternative zur Maus kann die Software von EyeTwig allerdings nicht herangezogen werden. Dafür ist die Steuerung zu unpräzise und die Auflösung der feinen Kopfbewegungen zu schwach (wohl auch Webcam-bedingt). Mit professionellen Systemen wie die Kopfsteuerung SmartNav von NaturalPoint kann die Firma natürlich nicht mithalten, dennoch funktioniert die Software für dieses Preissegment relativ gut und ist auf jeden Fall wert ausprobiert zu werden, zumal ja eine kostenlose Demoversion zur Verfügung steht!
Anmerkung: Bei meinem 64-Bit Windows 7 ließ sich das Programm installieren, aber nicht starten. Ob es an 64-Bit liegt oder an Windows 7 ist mir unbekannt.
Nachlese: EyeTwig-Blog
Deutsches MacSpeech Dictate Handbuch
Wie ich in dem Newsletter von Application Systems Heidelberg (Softwareentwickler der deutschen Version von MacSpeech Dictate) eben erfahren habe, wurde soeben das deutsche Handbuch für das Spracherkennungsprogramm MacSpeech Dictate veröffentlicht.
Hier der Link: MacSpeech Dictate-Handbuch
Seit Mitte September 2009 gibt es die Spracherkennungssoftware für den Mac auch in deutscher, französischer und italienischer Sprache. Ausführliche Testberichte zu dem einzigen Spracherkennungsprodukt für Macintosh findest du hier.
Handschrifterkennung: Inklet macht Trackpad des Mac zum Tablet
Vor kurzem stellte die Firma Ten One Design für den Mac ein Programm vor, welches das Trackpad zum Tablet umfunktioniert. Das Trackpad kann dann also zum Zeichnen als auch zur Handschrifterkennung genutzt werden. Dazu wird der Bereich des Trackpads eins zu eins auf dem Bildschirm abgebildet, um eine unverzerrte Zeichnung/Handschrift zu ermöglichen. Die Handschrifterkennung ist im Betriebssystem Macintosh integriert und kann unter den “Systemeinstellungen” aktiviert werden. Das Programm funktioniert allerdings nur auf den neuesten MacBooks mit Multitouch und dem aktuellen Betriebssystem Snow Leopard.
Gemeinsam mit dem Programm Inklet kann der schon länger erhältliche Stift Pogo Sketch (siehe Abbildung) erworben werden. Die Software kostet 25 US-Dollar, kann aber auch als Demo-Version heruntergeladen werden. Im Bündel-Angebot kosten Stift und Software für alle Nicht-Amerikaner (inklusive Versandkosten) um die 60 $ – also circa 42 €.
Als Besitzer eines Pogo Sketch kann ich allerdings sagen, dass dieser äußerst unzureichend funktioniert, und nur nach festem Druck von Trackpads beziehungsweise dem iPhone/iPod Touch erkannt wird – zu den Tablets vom Wacom sind da natürlich Welten Unterschied.
Weitere Informationen, die Downloadmöglichkeit und außerdem Test-Videos finden sich auf der Herstellerwebsite.
Die wichtigsten MacSpeech Dictate Befehle (Deutsch)
Da die meisten Macspeech Dictate-Befehle auch nach längerer Verwendung nicht merkbar sind, und ich deshalb immer die ausgedruckten Listen neben mir liegen haben muss, habe ich die wichtigsten Befehle nun zusammengefasst. Im Hilfemenü des Programms können alle Befehls-Listen ausgedruckt werden, allerdings sind da viele Befehle völlig unnötig – wie oft verwendet man wohl den Mail-Befehl “Kleine Postfachsymbole verwenden”?
| Modi | |
| Mikrofon Schlafmodus | Schaltet das Mikrofon in den Ruhezustand |
| Fortfahren/Mikrofon aktivieren | Aktiviert das Mikrofon aus dem Ruhezustand |
| Diktatmodus einschalten | Wechselt zum Diktat-Modus (Standardmodus) |
| Buchstabiermodus einschalten | Wechselt zum Buchstabiermodus |
| Befehlsmodus einschalten | Wechselt zum Befehlsmodus |
| Allgemein | |
| Öffne/starte “Programmname” | Öffnet jedes Programm, das im Programme-Ordner abgelegt ist; bzw. wechselt zum Programm – sofern geöffnet |
| Beende “Programmname” | Beendet jedes Programm, das im Programme-Ordner abgelegt ist |
| Programm beenden | Beendet das aktuelle Programm; entspricht Cmd-Q |
| Programm ausblenden | Versteckt das aktuelle Programm; entspricht Cmd-H |
| Alles auswählen | Wählt alles aus; entspricht Cmd-A |
| Auswahl kopieren | Kopiert die Auswahl; entspricht Cmd-C |
| Zwischenablage einsetzen | Entspricht Cmd-V |
| Letzte Aktion widerrufen | Macht letzte Aktion rückgängig; entspricht Cmd-Z |
| Bearbeiten neu | Erstellt ein neues Dokument; entspricht Cmd-N |
| Bearbeiten schließen | Schließt das aktuelle Fenster; entspricht Cmd-W |
| Bearbeiten öffnen | Entspricht Cmd-O |
| Bearbeiten drucken | Druckt aktuelles Dokument; entspricht Cmd-P |
| Nächstes Eingabefeld | Springt zum nächsten Eingabefeld und löscht dabei den Cache; entspricht im Wesentlichen dem Drücken der Tabulatortaste |
| Dialogfenster | |
| Drücke Abbrechen | Klickt auf die Schaltfläche “Abbrechen” |
| Drücke Nicht sichern/Sichern | Klickt auf die Schaltfläche “Nicht sichern”/”Sichern” |
| Drücke OK/Verbinden | Klickt auf die Schaltfläche “OK” bzw. “Verbinden” |
| Wichtige Tasten | |
| Drücke Enter | Drückt die Eingabetaste (Enter-Taste) |
| Drücke Löschen | Drückt die Rücktaste (Löschtaste) |
| Leertaste | Drückt die Leertaste |
| Tabulatortaste | Drückt die Tabulatortaste |
| Drücke Bild auf | Drückt die Taste “Bild nach oben” |
| Drücke Bild ab | Drückt die Taste “Bild nach unten” |
| Pfeiltaste links/rechts/runter/hoch | Drückt die Pfeiltaste links, rechts, hinunter bzw. hinauf |
| Diktieren | |
| Lösche Passage | Löscht alles, was nach der letzten Sprechpause diktiert worden ist |
| Zum Textanfang/Textende bewegen | Setzt die Einfügemarke an den Anfang bzw. ans Ende |
| Texterkennung-Fenster einblenden | Blendet Alternativen ein und ermöglicht das Hinzufügen neuer Wörter |
| Verwende/Wähle 2 [usw.] | Wählt die zweite Alternative des Texterkennungsfensters aus |
| Bearbeite/Editiere 2 [usw.] | Bearbeitet die zweite Alternative des Texterkennungsfensters, somit können auch neue Wörter hinzugefügt werden |
| Dokument zwischenspeichern | Liest den Inhalt des Fensters neu ein (nach Bearbeitungen mittels Tastatur nötig) |
| Alle neuen E-Mails empfangen | Ruft neue Nachrichten aller Konten ab |
| Neue E-Mail erzeugen | Erstellt eine neue E-Mail-Nachricht |
| E-Mail senden | Sendet aktuelles E-Mail |
| E-Mail beantworten | Öffnet ein Antwort-E-Mail der ausgewählten Nachricht |
| Nachricht weiterleiten | Leitet die ausgewählte Nachricht weiter |
Eine kleine Anmerkung zur Logik der Befehle: Warum wird einmal das Wort “E-Mail”, ein anderes mal das Wort “Nachricht” verwendet? Warum darf ich “Leertaste” sagen, aber nicht “Rücktaste” oder “Löschtaste”? Wo bleibt die Kontinuität?
Testbericht MacSpeech Dictate International Deutsch
Der erste Eindruck
MacSpeech Dictate International Deutsch beweist eine sehr gute Erkennungsqualität. Die eingebaute Dragon-Engine macht sich hier bemerkbar. Schon nach dem kurzem Anfangstraining (circa 7 min) erkennt die Software nahezu alles – natürlich nur was im Wortschatz ist – problemlos.
Wie das Hinzufügen und Trainieren neuer Wörter funktioniert, habe ich noch nicht herausgefunden. Denn mit den Befehlen bei MacSpeech Dictate ist das so eine Sache: Sie sind überhaupt nicht logisch. Die Steuerungs-Befehle von Dragon NaturallySpeaking hatte ich in weniger Zeit erlernt, einfach weil sie logisch und natürlich sind.
Einige Beispiele als Gegenüberstellung:
| Dragon NaturallySpeaking | MacSpeech Dictate |
| Mach das rückgängig/Rückgängig machen | Letzte Aktion widerrufen |
| Gehe ans Ende | Zum Textende bewegen |
| Kopier das | Auswahl kopieren |
| Füge das ein | Zwischenablage einsetzen |
| Lösche das | Lösche Passage |
Die vordefinierten MacSpeech Dictate-Befehle sind sehr holprig und absolut nicht natürlich. Nicht einmal für die Mikrofonsteuerung (Mikrofon aktivieren/deaktivieren) gibt es zwei äquivalente Befehle. Um das Mikrofon in den Schlafmodus zu versetzen, muss ich sagen “Mikrofon Schlafmodus”, um es aufzuwecken “fortfahren/Mikrofon aufwecken/aufwachen/wieder zu hören/Mikrofon aktivieren” – also nichts ähnliches. Um es nochmal mit Dragon NaturallySpeaking zu vergleichen, hier habe ich zwei simple Befehle: “wach auf” und “geh schlafen”. Und ich könnte hier noch einige andere Beispiele aufführen.
Das absolut positive an MacSpeech Dictate ist die Möglichkeit, alle Sprachbefehle bearbeiten und auch neue hinzufügen zu können (bei Dragon NaturallySpeaking können Befehle nur ab der Professional-Version hinzugefügt werden). Ich kann also alle Befehle individuell verändern, sowohl den Ausdruck den ich sprechen soll, als auch das, was der Befehl ausführen soll. Wie ich sehe ist beispielsweise der Tastenkombination Command-W der Befehlsspruch “Bearbeiten schließen” zugeordnet. Diesen könnte ich ändern auf “Fenster schließen”, was ja viel logischer ist.
Bei jedem Befehl der mir unklar erscheint, kann ich außerdem nachschauen, was dieser in Wirklichkeit tut. Vorausgesetzt ich verstehe einwenig AppleScript.
Ein Kritikpunkt der schon von vielen angesprochen wurde ist der Umgang mit dem Ausbessern von Diktaten. Sobald man mit Maus oder Tastatur nachhilft, ist die Spracherkennungssoftware verwirrt. Ausbessern mittels Sprache funktioniert dann so gut wie gar nicht mehr. Sogar das Diktieren verursacht dann manchmal Fehlfunktionen, wie beispielsweise das Einfügen scheinbar zufälliger Buchstaben. MacSpeech Dictate weist im Handbuch auf die Unverträglichkeit von Maus/Tastatur und Sprache ausdrücklich hin (die “goldene Regel”), dennoch könnte die Verträglichkeit viel besser sein und das Programm noch stabiler laufen als bisher (Dragon NaturallySpeaking toleriert Maus und Tastatur fast anstandslos).
Conclusio
Alles in allem kann ich die Spracherkennungssoftware MacSpeech Dictate aber jetzt schon auf jeden Fall empfehlen, schon allein wegen der hohen Erkennungsrate.
Über die Steuerung und die weiteren Fähigkeiten des Programms werde ich nach längerer Testzeit besser berichten können, dies war erstmal der erste Eindruck, ein Demonstrationsvideo folgt dann auch noch.
Herstellerwebseite: macspeech.com
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<td width=”278″><strong>Dragon NaturallySpeaking</strong></td>
<td width=”199″><strong>MacSpeech Dictate</strong></td>
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<td>Mach das rückgängig/Rückgängig machen</td>
<td>Letzte Aktion widerrufen</td>
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<tr>
<td>Gehe ans Ende</td>
<td>Zum Textende bewegen</td>
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<tr>
<td>Kopier das</td>
<td>Auswahl kopieren</td>
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<tr>
<td>Füge das ein</td>
<td>Zwischenablage einsetzen</td>
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<tr>
<td>Lösche das</td>
<td>Lösche Passage</td>
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Macspeech veröffentlicht Dictate-Update 1.5.8
Macspeech veröffentlicht heute das Update 1.5.8 für ihre Spracherkennungssoftware Macspeech Dictate. Das Update behebt ein Audio-Problem, das ausschließlich die neuen iMacs mit Core i5 und i7 betrifft.
