Archiv für die Kategorie „Macintosh“
Spracherkennung: Siri am Mac verwenden
Mit Siri, dem neuen Spracherkennungssystem des iPhone 4S, ist es Apple gelungen brauchbare Spracherkennung an die breiten Öffentlichkeit zu bringen. Da Siris Erkennungsqualität erstaunlich gut ist, und für das Schreiben (diktieren) längere Texte somit sehr nützlich, haben sich schon viele gefragt, ob von Apple für Macintosh auch ein Spracherkennungssystem in Planung ist, beziehungsweise, wie man das System auch auf dem Mac nutzen könne.
Mittlerweile sind nun zwei iPhone-Apps entstanden (kennt jemand weitere?), die es ermöglichen die durchwegs gute Spracherkennung Siri auch auf dem Mac zu verwenden:
Zum einen ist das Air Dictate von Avatron, um 0,79 € im App Store erhältlich, zum anderen Vocal von Matt Roberts, um 1,59 €.
Beide Programme benötigen ein „Empfangs-Programm“ am Mac, das kostenlos heruntergeladen werden kann. Danach wird der Text, den Siri am iPhone erkennt, über das WLAN-Netz auf den Rechner übertragen. Für die Erkennung sind somit alle Sprachen verfügbar, die Siri unterstützt.
Im Unterschied zu Air Dictate können mit Vocal auch Sprachbefehle übergeben werden. Diese sind momentan nur auf Englisch verfügbar, kommen aber laut Entwickler zumindest in Deutsch in nächster Zeit nach (habe über Twitter nachgefragt).
Im Gegensatz zu Dragon Dictate für Mac wird der Computer bei Verwendung von Siri nicht belastet, da die Erkennung über die Server von Apple läuft, allerdings ist Dragon Dictate das trainiertere und lernfähigerer System (Siri hat zwar einen sehr großen Wortschatz, aber lernt keine neuen Wörter).
Viel Spaß beim Probieren!
Dragon Express für Mac – nur auf Englisch
Nuance hat seit dem 10. November 2011 eine abgespeckte Version von Dragon Dictate für den Mac im Programm: Dragon Express. Als Einführungspreis gibt es das Programm im Mac App Store um knapp 50 US-Dollar. Die Spracherkennungssoftware ist leider nur in englischer Sprache und demnach auch nur in den englischen Mac App Stores (USA, Großbritannien usw.) erhältlich.
Dragon Express soll quasi als Einsteigerversion für das schnelle Diktieren nebenher fungieren und vor allem auch Neulingen die Welt der Spracherkennung näher bringen.
Das Programm braucht auch wie der große Bruder Dragon Dictate ein anfängliches Training, lässt aber nur in das eigene Diktierfenster diktieren. Der Text kann danach als E-Mail verschickt, auf Facebook oder Twitter gepostet oder in die Zwischenablage kopiert und in jedem anderen Programm genutzt werden.
Dragon Express könnte als Reaktion auf Siri gedeutet werden, um Spracherkennung nicht nur auf dem iPhone, sondern auch auf dem Mac einem größeren Publikum zu ermöglichen.
Quellen:
9to5mac.com
macworld.com
Kein Siri für Mac OS X?
Auf MacOS X gibt es seit langem die “Speakable Items” die eine Art Sprachsteuerung des Macs ermöglichen. Im Zuge von Siri, der neuen Sprachsteuerung für das iPhone, bzw. den neuen Betriebssystem Lion, hat die Sprachsteuerung auf MacOS X ein minimalistisches Update erfahren. Meiner Erfahrung nach funktioniert die Erkennung nun deutlich besser (auch mein Nicht-US-Akzent wird verstanden) und es sind etliche Befehle für das Erstellen von E-Mails, Anzeigen von Telefonnummern oder Erstellen von Terminen vorhanden, allerdings funktioniert die Erkennung nur auf Englisch und Texte diktieren kann man schon gar nicht. Dazu bräuchte es eine Software wie Dragon Dictate.
Hier der Bericht von engadget (mit Video).
Neue Version: Dragon Dictate 2.5 für Mac
Ebenso wie das Update für Dragon NaturallySpeaking 11.5 für den PC, hat der Spracherkennungssoftware-Hersteller Nuance im August auch ein Update für Dragon Dictate für Mac herausgebracht. Die Version 2.5 ist nun die aktuellste und kann für alle Benutzer der Version 2.0 kostenfrei installiert werden.
Hier die wesentlichen Erneuerungen:
- Wie für Dragon NaturallySpeaking gibt es nun auch die iPhone-App “Dragon Remote Microphone”, die das iPhone in ein drahtloses Mikrofon verwandelt
- Erweiterte Unterstützung von Microsoft Word 2011: Nuance ermuntert hier sogar, Maus und Tastatur gleichzeitig zur Spracherkennung zu verwenden
- Erweiterte Befehle um Nachrichten auf Facebook oder Twitter zu senden, neue Suchbefehle
- Verbesserte Formatierung, Zahlenmodus, verbesserter Vokabeleditor, neue Trainingstexte… u. a.
Und eine Änderung, die mir persönlich sofort aufgefallen ist:
- Statt des Befehls “Passage löschen” wird nun “Lösch das” verwendet (meiner Meinung nach eine sehr sinnvolle Angleichung an Dragon NaturallySpeaking, weitere kommen hoffentlich noch)
Quellen:
www.nuance.de/…/dictate-2-5-features
www.redakteur.eu/?p=70034
zdnet.de/news/41555214/nuance-bringt-dragon-dictate-fuer-mac-2-5.htm
www.macspeech.com/extensions/forums/topic.php?id=1579
Google Suche per Sprache
Google hat ein neues Feature gestartet, dass es einem erlaubt, wie schon am Handy seit längerem möglich, auch am Computer mit Sprache zu suchen. Die Sprachsuche ist nur mit Googles eigenem Browser Chrome verwendbar und auch nur auf der englischen Google-Seite anfindbar.
Nach Ausprobieren der Sprachsuche kann ich aber sagen, dass Google mit meiner österreichischen IP-Adresse automatisch auf deutsche Sprache wartet und diese auch erstaunlich gut erkennt. Die Sprachsuche funktioniert demnach auch auf Deutsch (möglicher Weise auch in anderen Sprachen), jedoch nur auf der englischen Google-Website.
Apple, das iPhone, und Spracherkennung
In einem Spiegel-Artikel zu lesen, gibt es in der nächsten Generation des iPhones höchstwahrscheinlich schon eine weitaus bessere Integration von Spracherkennung. Die Gerüchte gehen um, Apple verhandle mit Nuance bezüglich einer Zusammenarbeit. Jedenfalls sei gesagt, dass Spracherkennung wie auch schon durch Google und Android einem immer breiter werdenden Publikum zugänglich gemacht wird.
Dragon Dictate 2.0-Testbericht der FAZ
Stephan Küpper von Digital diktieren macht mich auf einen guten Testbericht über Dragon Dictate 2.0 der Frankfurter Allgemeinenzeitung aufmerksam. Der Redakteur Michael Spehr kommt auf so ziemlich das gleiche Resultat wie ich in meinem Testbericht.
Neues Demo-Video zu Dragon Dictate 2.0 (Deutsch)
Auf Wunsch einiger Leser meines Blogs habe ich ein weiteres Demonstrationsvideo für die (relativ neue) Spracherkennungssoftware Dragon Dictate 2.0 gedreht.
Zu sehen ist das Video auf meinem Youtube-Kanal.
Das Video soll die Software bei alltäglicher Verwendung zeigen, ihre fast einwandfreie Erkennungsqualität sowie aber auch die Mankos bei der Befehlssteuerung und der neuen Maussteuerung. Auf einige Befehle reagiert die Software bei meiner Installation überhaupt nicht (wie zum Beispiel auf „Neues E-Mail erzeugen“) außerdem kann es gewaltig stören, wenn Huster/Räusperer oder kleine Nebengeräusche auch in Text umgewandel werden.
Im Falle dieses Videos kann ich sagen, leider hat die Software keine Fehler gemacht die nicht durch wiederholtes Diktat richtig gestellt werden konnten, sodass ich euch die Verbesserung mittels des Texterkennungsfensters zeigen hätte können. Auch wurde Dragon Dictate durch Ausbesserungen mittels Tastatur nie verwirrt, sodass auch diese manchmal vorkommenden Einfügefehler im Video nicht enthalten sind. Grundsätzlich fügt Dragon Dictate eher an falscher Stelle ein, je länger der diktierte Text wird. Es hilft somit, wenn nach längerem Diktat in ein neues Fenster diktiert wird.
Jedenfalls viel Spaß beim Anschauen!
